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Digital Mindset

Digitales Mindset: Fünf Säulen sollten Sie entwickeln!

Um es gleich klar zu sagen:
Ein „digitales Mindset“ oder „agile Mind“ ist für mich DIE wesentliche Voraussetzung, um in der sich durch Digitalisierung wandelnden Arbeitswelt erfolgreich zu sein.

Warum ist das eine Herausforderung?

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist getrieben von atemberaubend schneller Entwicklung technologischer Möglichkeiten. Das erbringt eine Vielzahl von Innovationen, darunter die Automatisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen, die Schaffung neuer Geschäftsmodelle und Plattformen im Internet und die Nutzung digitaler Arbeitsunterstützung z.B. durch mobile Geräte oder 3d-Druck.
Viele sehen die sich entwickelnde digitale Arbeitswelt als „strange“, aber:
Es wird in Zukunft keine andere mehr geben, anders gesagt:
Die Digitalisierung geht nicht weg wie eine Erkältung – sie bleibt.
Mir scheint, das wird in der öffentlichen Diskussion gern und oft übersehen.

Neben der technologischen Dimension der Digitalisierung zeigen sich weitere:

Herausforderungen auf der persönlichen Ebene:

Die Art wie wir Leben und Arbeiten ändert sich dramatisch, die Trends halten an und beschleunigen sich:
Signifikante Veränderungen in Bezug auf die Unternehmenskulturen, deren Arbeitsorganisation, Hierarchien und auch der Führung, mithin die Art wie wir arbeiten. Das prägt den Umgang mit dem, was ich digitale Arbeitswelt nenne.
Diese vernetzte Welt ist komplexer und dynamischer, und es gelten andere Spielregeln.

Tatsächlich sind es diese Herausforderungen sozialer und individuell psychologischer Natur, die im Zuge der Digitalisierung nicht zu unterschätzen sind:
Renommierte Wissenschaftler sehen diesen Faktor inzwischen zu 50% relevant für den Unternehmenserfolg in der digitalisierten Arbeitswelt, wenn nicht mehr.

Gemessen an der Bedeutung wird das Thema bisher sträflich vernachlässigt…

Wie sich diese digitale Arbeitswelt für Sie persönlich darstellt und auswirkt, welche Rolle Sie dabei einnehmen möchten, welche Herangehensweise Sie wählen, liegt in grossen Teilen bei Ihnen.
Es ist diese persönliche Einstellung die das Thema „digitales Mindset“ ausmacht, und stellt die Basis für Ihren weiteren Erfolg in der digitalen Arbeitswelt dar.

 

Fünf wesentliche Säulen, die ich hier als Handlungsempfehlungen für Sie beschreibe, bilden die Basis umm diese Herausforderungen zu meistern:

1) Umarmen Sie neue Technologien!

Um es in den Worten meines Vaters zu sagen: „Man muss einfach versuchen dran zu bleiben und verstehen, wie sich die Welt entwickelt.“ In seiner Generation ist er sicher ein Vorreiter in der Nutzung von PC und Smartphone.

Es geht nicht im Detail darum zu verstehen, wie beispielsweise
– Blockchain in verschiedenen Bereichen des Bankings im Detail funktioniert, wie
– innovative Akku-Technik und autonomes Fahren für LKWs funktioniert, oder wie
– 3-D-Druck von Zahnprothesen demnächst funktionieren könnte.

Was hilft ist, eine Idee, einen Überblick der technischen Möglichkeiten in Ihrem Fachbereich zu gewinnen und die Bereitschaft zu entwickeln mit neuer Technologie umzugehen.

2) Öffnen Sie sich für neue Formen der Kollaboration!

Intern geht es um andere Formen der Zusammenarbeit wie Bar Camps, FedEx days, die Nutzung neuer Tools, und eine Reihe von Team-Formaten, die zunächst ungewohnt sein können. Im externen Kontakt können gewohnte Abgrenzungen von Kunde/Lieferant, Auftragnehmer/Auftraggeber, Vorgesetzter/Mitarbeiter und intern/extern situationsbezogen und zielabhängig gänzlich neu erfolgen. Essentielle Voraussetzung für den Erfolg veränderter Kollaborationsmodelle ist Offenheit und Transparenz in Bezug auf Informationen.

3) Nutzen Sie Ihre Kreativität!

Die Digitalisierung lebt von Umsetzung neuer Ideen auf der Basis technologischer Möglichkeiten. Die Entwicklung neuer Produkte ist eines der Ziele. Gleichzeitig werden durch neue Technologien disruptive Innovationen implementiert, d.h. ganze Geschäftsmodelle transformiert.
Das erfordert Kreativität; Kreativität, die in uns allen steckt. Hilfreich ist,  geeignete Formen zu nutzen, diese Kreativität lösungsfokussiert einzusetzen, strukturiert und eben auch im Team. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, angefangen bei der eigenen Persönlichkeitsentwicklung bis zur Umsetzung „grosser“ Geschäfts- und Produktideen, die transformierend wirken.

4) Stärken Sie eigenverantwortliches Handeln!

Wir tun alle immer mehr, schneller und in immer komplexeren Zusammenhängen. Sich dabei nicht zu überfordern liegt letztlich in unserer eigenen Verantwortung, nicht irgendwo anders, auch wenn manchmal der Eindruck entsteht. Gesunder Umgang mit wachsenden Anforderungen und der Möglichkeit permament „online“ zu sein will ggf. gelernt werden. Resilienz das passende Stichwort.
Für Führungskräfte hat dieser Bereich eine weitere Dimension:
„Command and Control“ als Instrument der Führung funktioniert immer weniger. Mitarbeiter erwarten Verantwortung übernehmen zu können und wollen überzeugt sein. Das bedarf eine andere Form der Motivation.

5) Fokussieren Sie sich!

Inzwischen realisiert nicht nur die Welt der Selbständigen, der Solopreneure, sondern auch viele Manager, dass ihre persönlichen Spezialisierung und Expertise ihr Kapital ist.
Positionierung heißt das Zauberwort:
Skills werden heute sehr funktionsbezogen und situativ benötigt, haben dafür aber auch einen adäquaten Preis. Viele Manager, die Jobwechsel hinter sich haben, kennen dieses Phänomen.

Ich vermute, dass sich bei Ihnen in einigen Punkten Bedenken oder Widerstand gibt: Hinsichtlich dessen, was ich hier formuliere, oder dem, was sich in Ihrer tagtäglichen Arbeitspraxis zeigt. Das ist vollkommen verständlich, aber hier ist das Paradoxon:

Genau dort liegt Ihr persönliches Potential für Wachstum.

Die Digitalisierung steht für grosse Veränderungen und Herausforderungen, also denken Sie an die alte Weisheit zum Umgang mit Wandel:

Wenn Wind aufkommt, reagieren Menschen auf zwei Arten: Da sind die, die Mauern bauen, und die, die Segel setzen!

Im Moment gibt es doch genug, die Mauern bauen wollen, oder?

© Christoph Kuzinski 2016

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